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22. Dezember 2020 | Landesverteidigung

Teiltauglichkeit trägt nicht zur Beseitigung der Budgetnöte des Bundesheers bei

FPÖ-Wehrsprecher Bösch: "Werden uns sehr genau ansehen, ob diese Teiltauglichkeit wirklich einen Mehrwert für das Bundesheer bringt, oder nur Ablenkung vom Geldmangel ist."

Die Einführung der Teiltauglichkeit durch ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sieht FPÖ-Wehrsprecher Reinhard E. Bösch, Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses, als „reines Ablenkungsmanöver vom Mangelbudget des Bundesheeres“. „Die Beurteilung, ob ein junger Stellungspflichtiger für gewisse Bereiche tauglich ist und für andere nicht, entspricht nicht unserem Verständnis einer Tauglichkeit für die Erfüllung der Wehrpflicht“, so Bösch.

Tauglich für Wehrdienst - oder eben nicht

„Es gab schon bisher unterschiedliche Tauglichkeitsstufen, aber es gab eine grundsätzliche Tauglichkeit für den Wehrdienst an sich und nicht für ausgewählte Bereiche, denn im Endeffekt ist jeder Taugliche dann auch Soldat, sofern er sich nicht für den Wehrersatzdienst meldet. Ein Soldat kann als ‚Schreiber‘, ‚Tischler‘ oder ‚Koch‘ Verwendung finden, aber ob ein als Verwaltungsgehilfe tauglicher Wehrpflichtiger auch als Soldat eingesetzt werden kann, ist zu bezweifeln“, betonte Bösch.

Grundwehrdienst-Attraktivierung kostet Geld

„Wir werden uns das sehr genau ansehen, ob diese Teiltauglichkeit wirklich einen Mehrwert für das Bundesheer bringt, oder ob dies wieder einmal nicht zu Ende gedacht wurde. Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Maßnahme nicht zur Beseitigung der Budgetnöte des Bundesheers beiträgt. Tanner sollte bedenken, dass die Attraktivierung des Grundwehrdienstes auch bei teiltauglichen jungen Männer Geld kostet. Daher hat ein gesundes Bundesheer-Budget den absoluten Vorrang vor anderen Ideen“, so der FPÖ-Wehrsprecher.


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