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15. Oktober 2021 | FPÖ, Innenpolitik, Medien

Schallenberg schwurbelt sich am größten Frühstückstisch des Landes durch die Fragen der Ö3-Hörer

FPÖ-Generalsekretär Schnedlit: "Bundeskanzler bleibt klare Antworten schuldig und machzt Kurz weiter bedingungslos die Mauer."

Eine Stunde lang war heute, Freitag, Bundeskanzler Alexander Schallenberg im „Ö3-Wecker“ zu Gast und hat am größten Frühstückstisch des Landes Fragen der Hörer beantwortet. Da wollte Wilhemine aus Wien wissen, wie der Bundeskanzler reagiert, sollte es zu einer Anklage und vielleicht auch zu einer Verurteilung von Sebastian Kurz kommen und wie der Bundeskanzler damit umgehen wird, wenn seine Einschätzung falsch sein sollte. Wer sich darauf eine klare Antwort erwartet hat, wurde leider enttäuscht. In bester „Vizekanzler-Manier“ schwurbelte der neue Kanzler herum und betonte, dass er als Bundeskanzler angelobt wurde und dafür verantwortlich sei, dass die Bundesregierung stabil stehe und arbeite. Er müsse jetzt Ruhe hineinbringen, denn die Politik habe sich zuletzt nicht von ihrer besten Seite gezeigt.

Was ist, wenn sich Schallenberg irrt?

Für FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ist diese Antwort letztklassig: „Schallenberg macht Kurz bisher in allen Interviews die Mauer und verkündet, dass die Vorwürfe gegen den ÖVP-Parteiobmann falsch sind. Aber was passiert, wenn er sich irrt, will er nicht beantworten. Das ist nicht die Führungsfähigkeit, die sich die Menschen von einem Bundeskanzler erwarten. Sie wollen klare Ansagen – und es hat ja niemand Schallenberg gezwungen, sich schützend vor den Ex-Kanzler zu werfen.“

Ausweichmanöver am laufenden Band

Auch der Ö3-Moderator gab sich mit Schallenbergs Antwort nicht zufrieden und hakte nach, was denn sein Plan sei, wenn er sich mit seiner Einschätzung zur Unschuld von Kurz täuschen sollte. Aber auch hier agierte Schallenberg ausweichend. Er habe keinen Plan im weiteren Sinne. Es seien Brüche und Risse entstanden, die es nun zu kitten gelte. Schnedlitz: „Das sind Ausweichmanöver am laufenden Band. Offensichtlich hat der neue Bundeskanzler nicht den Mut, nach seiner gewagten Ansage auch die Konsequenzen daraus zu ziehen, sollte sie sich als falsch herausstellen - das ist enttäuschend.“


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