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03. Jänner 2022 | Impfzwang
Schlagworte: Impfzwang

Gesundheitssystem durch 2G-Forderung am Arbeitsplatz in großer Gefahr

Beispiel Italien warnt eindringlich vor Umsetzung des Vorschlags der Niederösterreichischen Ärztekammer.

Spitalsbetten

Foto: 1662222 / pixabay.com

Die Ärztekammer Niederösterreich hat sich heute für 2G am Arbeitsplatz in all jenen Bereichen ausgesprochen, wo Menschen in direktem Kontakt mit anderen stehen. Der Kammer-Präsident fordert auch eine Dienstfreistellung in Form eines unbezahlten Urlaubs für all jene, die sich nicht impfen lassen wollen.

Forderung ist gesundheitspolitisch und ethisch abzulehnen!

„Diese Forderung ist gesundheitspolitisch und ethisch scharf abzulehnen. Ich befürchte auch, dass sich der Kammerpräsident der Folgen seiner Aussage nicht wirklich bewusst ist. Vor allem in Gesundheitsberufen steht durch 2G am Arbeitsplatz die Aufrechterhaltung des Systems auf dem Spiel. Italien hat diese Erfahrung bereits gemacht und hat Ungeimpfte aus dem Gesundheitswesen verbannt – mit der Folge, dass das Gesundheitssystem so stark geschwächt wurde, dass die gekündigten ungeimpften Mitarbeiter nun wieder dazu animiert werden, in den Gesundheitsdienst zurückzukommen.“

Auch mobile Pflege in massiver Gefahr

Besonders gefährdet sei der Bereich der mobilen Pflegedienste. Wenn alle Pfleger von einem Tag auf den anderen geimpft sein müssen, dann werde es zu massiven Engpässen kommen. Kaniak: „Die Einführung der Impfpflicht für Pflegeberufe bedeutet somit für tausende Menschen, dass sie kurzfristig ohne Versorgung dastehen. Wenn die Politik der Forderung der Ärztekammer Niederösterreich nachkommt, dann droht von heute auf morgen eine tausendfache medizinische, therapeutische und pflegerische Unterversorgung, Verelendung und letztlich auch Todesfälle.“ Es bleibe dann auch vielen Familienangehörigen auch nichts anderes übrig, als die zu pflegenden Angehörigen in eine stationäre Einrichtung zu verlegen oder den eigenen Job zu kündigen, um selber die Pflege zu übernehmen.

Deutlich schwächere Impfwirkung gegen Omikron

Es sei zudem medizinisch nicht nachvollziehbar, warum ungeimpfte, aber regelmäßig getestete Menschen vom Arbeitsplatz abgezogen werden sollen, so Kaniak: „Aufgrund der deutlich abgeschwächten Wirkung der Impfstoffe gegen die Omikron-Variante bietet nur Testung wirklich Sicherheit. Die Impfung alleine ist keinesfalls ausreichend, um andere zu schützen. Am ehesten sind es Genesene, von denen die geringste Gefahr einer Ansteckung ausgeht.“ Der FPÖ-Gesundheitssprecher verweist darauf, dass nur „1G“ – und mit diesem „G“ ist getestet gemeint – die größtmögliche Sicherheit bringe. Er regt daher einen Testschwerpunkt und den Aufbau der Kapazitäten im Gesundheitsbereich an, um dort eine lückenlose Testung durchführen zu können – und zwar unabhängig vom Impfstatus der Mitarbeiter.

Der freiheitliche Gesundheitssprecher appelliert daher an die Bundesregierung, mit Augenmaß und Vernunft zu agieren: „Tausenden Menschen von heute auf morgen ihre Pfleger wegzunehmen, ist alles anderen als vernünftig.“


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